Berlin Kultur: Citylife - Gefängnistheater
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Das Gefangenen-Theater «aufBruch» gastiert im September außerhalb der Mauern der Strafanstalt Tegel mit dem Heiner- Müller-Stück «Wolokolamsker Chaussee - Hannibal» am Deutsch- Russischen Museum in Karlshorst. An der Inszenierung im Freilufttheater beteiligt sich ein fast 50-köpfiges Ensemble aus Freigängern und Ex-Inhaftierten sowie «freien Bürgern» mit Schauspielern, Musikern und Sängern, wie es in einer Ankündigung des Gefangenen-Theaters heißt. Wolokolamsker Chaussee heißt die Verbindungsstraße, an der der deutsche Vormarsch auf Moskau im Zweiten Weltkrieg zum Stehen kam. Ihr Name diente dem 1995 gestorbenen Dramatiker, Regisseur und Leiter des Berliner Ensembles Heiner Müller als Titel und Material für sein fünfteiliges Drama über «das Absterben revolutionärer Energien - beginnend in den Wäldern vor Moskau über die Unruhen 1953 in der DDR und endend mit dem Prager Frühling 1968», wie es in der Ankündigung zu dem Theaterprojekt heißt.
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